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Friedrich von Metzler: „Für mich war die Fahrt zum Flughafen so selbstverständlich wie die ins Büro.“

Foto: Bankhaus Metzler

Ob beruflich oder privat − für viele Menschen gehören Flugreisen einfach dazu. Wir haben Persönlichkeiten aus der Region über das Fliegen und den Flughafen gefragt. Hier antwortet Friedrich von Metzler, Bankier und Gesellschaftler der Frankfurter Privatbank B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, Deutschlands ältester Privatbank in ununterbrochenem Familienbesitz:

Herr von Metzler, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Flug?

Leider nein, ich bin in meinem Leben so viel geflogen, dass diese Erinnerung verblasst ist.

Wohin sind Sie von Frankfurt aus das letzte Mal geflogen und warum?

Das war Anfang März zu einem Geschäftstermin in Berlin – also kurz vor den Kontaktbeschränkungen wegen der Coronapandemie. Damals war noch nicht abzusehen, wie sich alles entwickeln würde.

Ihr Lieblingsort auf der Welt, den Sie schon gesehen haben?

Ich liebe die südfranzösische Atlantikküste.

Ihr Lieblingsziel, an dem Sie noch nie gewesen sind?

Das wäre tatsächlich Hollywood. Ich würde gerne den Unterschied zwischen der Traumfabrik und der Wirklichkeit mit eigenen Augen sehen.

Was mögen Sie am Frankfurter Flughafen besonders?

Die besondere Aufbruchsstimmung der vielen Passagiere.

Was mögen Sie am Airport nicht?

… da fällt mir tatsächlich nichts ein.

Ist der Flughafen Frankfurt für Sie persönlich wichtig, und warum?

Da ich selbst viel geschäftlich und privat geflogen bin, habe ich natürlich einen engen persönlichen Bezug dazu: Für mich war die Fahrt zum Flughafen so selbstverständlich wie die ins Büro. Der Flughafen ist für mich – neben der Frankfurter Messe und der Deutschen Börse – das Sinnbild und der Motor für die Wirtschaftskraft, Dynamik und Internationalität der Metropolregion Frankfurt und Rhein-Main. Darüber hinaus fasziniert mich, dass die Fraport AG ja auch noch an 31 Flughäfen auf vier Kontinenten tätig ist und damit ein unvergleichlich großes Know-how im Bau und im Management von Flughäfen hat. Ich kann deshalb bis heute nicht verstehen, warum dieses Expertenwissen beim Planen und Bauen des Flughafens BER nicht zum Tragen kam.

Mit wem auf dem Flughafen würden Sie gern einmal tauschen?

Mich fasziniert der Riesenhangar, in dem die Lufthansa-Maschinen gewartet werden. Da ich technisch leider nicht versiert bin, wäre ein Tausch mit dem Wartungspersonal im Sinne der Sicherheit für Mensch und Maschine sicherlich nicht wünschenswert – aber ihnen bei ihrer wichtigen Arbeit einmal über die Schulter zu gucken, das fände ich hochinteressant.

Wem würden Sie gern einmal begegnen?

Das ist kein ferner Wunsch, denn ich habe diese Leute bereits getroffen: Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Ihre eigentliche Aufgabe ist, die Sicherheit der Passagiere in Notfällen zu gewährleisten – das habe ich glücklicherweise noch nicht selbst erlebt. Aber im Normalbetrieb bin ich immer wieder sehr beeindruckt davon, wie offen, freundlich und geduldig sie sich während des Fluges um unser Wohl kümmern. Das ist ein anspruchsvoller Beruf.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie immer mit in den Flieger?

Mein Handgepäck, meine Lesebrille und Lektüre.